VEB Vereinigte Papierfabriken

1868 wurde in Dresden eine Chromo- und Kunstdruck Papierfabrik errichtet. Chromopapier ist ein im Streichverfahren mit Kunststoffdispersionenfarbe beschichtetes Glanzpapier, was Wasserbeständig ist und eine gute Voraussetzung für mehrfarbige Drucke hat.

1902 wurde für dieses Werk eine Papierfabrik im angrenzenden Heidenau errichtet, was zwei Papiermaschinen und eine eigene Holzschleiferei beherbergte. Von 1905 bis 1908 wurde das Werk in Heidenau immer weiter aufgestockt, bis anschließend die gesamte Verlagerung der Dresdner Fabrik in Heidenau statt fand.

Bis 1928 wurde es weiter modernisiert und mit zusätzlichen Maschinen aufgestockt. Ab 1928 kam dann auch eine Kartonmaschine dazu, die für ihre damalige Zeit beachtliche Mengen brachte. Schließlich war das Werk zu seiner Zeit das bedeutendste in Europa und beschäftigte bis zu 1500 Arbeiter.

1934 kaufte die schlesische Firma „ Feldmühle AG“ die Mehrheit der Heidenauer Papierfabrik und produzierte ohne Kriegsschäden bis 1945, danach wurden die Maschinen als Reparaturmaßnahmen für die Sowjet demontiert.

1946 wurde die Fabrik zum Volkseigentum überführt, wurde allerdings erst im Jahr 1957 durch Neuanschaffung von Maschinen in betrieb genommen und bekam den Namen „ VEB Kartonfabrik Heidenau“.

Das Werk wurde bis 1989 immer auf den Aktuellen Stand gebracht und war immer konkurrenzfähig. In den 70er Jahren mussten die Produktionen größtenteils auf Tapeten umgestellt werden, da die Anfrage immer größer wurde. Nach der Wende wurde die Fabrik in verschiedenen Schritten Privatisiert und legte einige Bereiche der Anlage still, so z.B. auch die hier von mir fotografierten Lager- und Verwaltungsgebäude. Die Fabrik selbst, produziert noch heute unter dem Namen Glatfelder und gehört zum Gleichnamigen amerikanischen Mutterkonzern.

 

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