VEB Spinnerei und Weberei Ebersbach

1904 entstand in Ebersbach/ Sachsen eine hochmodere Baumwoll- und Kunstspinnerei und Weberei.

Sie war der Aufschwung der Firma „Hermann Wünsche´s Erben AG“, der Inhaber Edwin Wünsche gab ihr den Namen und verwandelte sie zu einer Aktiengesellschaft, als sein Vater starb und er die Firma übernahm. Mit diesem Werk waren es insgesamt 4 Werke die unter diesem Namen produzierten.

1910 waren es schon über 2400 Arbeitnehmer die bei der AG verteilt in den 4 Betrieben beschäftigt wurden.

1924 wurde die Gesellschaft an die „Vereinigte Deutsche Textilwerke Zittau AG“ verpachtet und kurze Zeit später eine Vereinigung aller Betriebsteile zur „Vereinigte Textilwerke Wagner und Moral AG“

Es stand schlecht um die AG und die Arbeiten wurden 1932 eingestellt, die in dem Konvolut steckende Firma von Edwin Wünsche wird vom Land Sachsen übernommen und ging mit dem Namen „Weberei und Spinnerei AG Ebersbach“ in einen Neustart.

Genutzt dabei wurde nur das Werk in Ebersbach, was 1942 für die Rüstungsindustrie zweckentfremdet wurde. Die Firma Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG aus Dessau mietete sich in den Hallen der Spinnerei ein und dessen Spindeln und Webstühle wurden ausgelagert.

Da die Firma als Produktionsstätte für Kriegsmaterial genutzt wurde, kam sie einer Enteignung nicht drum herum und ging kurz drauf als „VEB Spinnerei und Weberei Ebersbach“ in Produktion. 1969 folgte ein Zusammenschluss mit weiteren Betrieben zu einer Neugründung des „VEB Buntspecht Ebersbach“ was ein Betriebsteil des „VEB Lautex“ wurde. In den 70er Jahren wurde in dieses Werk gut Investiert, ständig neue Maschinen, sogar eine Jeansproduktion war ein Standbein geworden. Doch 1990 konnte der VEB sich nicht mehr halten und stoppte 1991 für immer die Produktion.

1993 versuchte es eine Firma, die sich einmietete mit Jeansprodukten, was aber auch nicht lange hielt.

Seit dem steht das Gebäude ungenutzt.

Es steht unter Denkmalschutz.

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VEB Spinnerei und Weberei Ebersbach