VEB Gas- und Heizgerätewerk Mägdesprung

Vor vielen Jahrhunderten stand auf dem Grundstück des VEBs eine Burg Namens Schalkenburg und später eine Mahlmühle bis 1646 von dem Quedlinburger Kaufmann Johann Heitfeld und der Mithilfe vom Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode auf dem Grund eine Eisenhütte gründet wurde. In der Umgebung baute man Erz ab, was man in dieser Hütte zu Stahl verarbeitete.

Sehr erfolgreich war sie aber nicht und wurde schon 1657 vom Fürsten für den Selbstkosten Beitrag abgekauft und verlieh sie an den Eisenfertiger Friedrich Christian Arens der kurz drauf den ersten Hochofen bauen ließ. Doch 1696 wechselte die Hütte schon wieder den Besitzer, sie wurde versteigert und wurde schon wieder 1710 verkauft. Dieser Eigentümer nutze die Wasserkraftanlage des Werkes für Silbergewinnung und eine Papiermühle. Erst im Jahr 1757 wurde wieder Eisen verhüttet. Mit der Regierungsübernahme durch dem Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg wurde das Eisenhüttenwerk in den Namen „Herzogliche Eisenhütte Mägdesprung“ umbenannt. Einige Jahre vergehen und die Besitzer haben sich auch ständig gewechselt bis schließlich das Werk die 1973 gegründete „Mägdesprung- Neudorf Eisen- und Silberhüttenbergbau Aktien Gesellschaft“ übernahm und 1879 an Berliner Geschäftsleute verkauft wurde. 1880 kaufte der Harzgeröder Holzhändler Traugott Wenzel die Hütte und führte sie in die Aktien Gesellschaft „Mägdesprunger Eisenhüttenwerk AG“.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Werk von Demontage der Maschinen und Geräte verschont und konnte wie gewohnt weiter produzieren. Enteignet wurde sie dennoch und ging 1972 ins Volkseigentum über „VEB Gas- und Heizgerätewerk Mägdesprung“ wo auch selbiges produziert wurde. Nach der Wende versuchte man das Werk am Leben zu erhalten. Die Firma „Mägdesprunger Eisenhüttenwerk GmbH“ war geschaffen und versuchte sich auf dem Markt mit Gaskochern zu behaupten, was leider erfolglos war. Seit Mitte der 90er Jahre steht die Fabrik still und wartet auf bessere Zeiten.

 

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