Kaserne „Stadt im Wald“ Vogelsang

Ca. 5 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg wurde ein riesiger Kasernenkomplex im Brandenburgischen Zehdenick-Vogelsang für die GSSD (Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland) geplant und erbaut. Bis zu 15.000 russische Soldaten und  Zivilisten waren Zeitweise in der „Stadt im Wald“ untergebracht. Die Kosten dieses riesigen Baus übernahm im vollen Umfang die DDR.

Stationiert waren auf dem Areal die 25. Panzerdivision der 2. Gardearmee, das 162. Panzerregiment, das 803. Schützenregiment, das 1702. Fla-Raketenregiment und eine taktische Raketenabteilung.

Es waren auch Nuklearraketen vom Typ R-5 von 1959-1960 stationiert und auf Frankreich und Großbritannien gerichtet. Das war als Antwort auf die Nato-Konzeption „Massive Vergeltung“ zu verstehen.

Von 1983 bis 1988 wurden hier Nuklearraketen vom Typ SS-12 gelagert.

Die GSSD ging 1994 nach Russland zurück und seit dem liegt das Gelände Brach. Seit ein paar Jahren werden die Gebäude stück für stück zurück gebaut und das Gelände renaturiert.

Es ist dennoch sehr gefährlich auf dem Gelände, da immer noch jede Menge an Munitionreste abseits der Wege vermutet und immer wieder gefunden wird.

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