Elbtalzentrale

Januar 1911 wurde die Aktiengesellschaft Elbtalzentrale gegründet, im gleichen Jahr wurde der Bau der Zentrale und dem Örtlichen Stromnetz von Pirna begonnen und Januar 1912 fertig gestellt. Die Bauarbeiten übernahm die Firma AEG. Den Strom bezog die Elbtalzentrale von provisorisch aufgestellten Generatoren der damals naheliegenden Papierfabrik in Heidenau. 1913 konnte man das bis 1992 betrieben Kraftwerk Hirschfelde anschließen und einen großen Strombedarf bis zum Bau des eigenen Kohlekraftwerks versorgen. Das Kraftwerk Elbtalzentrale hatte eine exzellente Lage, denn man hatte für die Kühlung das Wasser der Elbe, ein super ausgebautes Straßennetz nach Dresden und eine hervorragende Schienen Anbindung. 1923 übernahm die AG Sächsische Werke die Zentrale und betrieb für ein paar Jahre einen Oberleitungsbus zwischen Königsbrunn und Königstein, was aber nicht sehr erfolgreich war.

Doch lange wurde das Hauseigen Kraftwerk nicht betrieben, sondern vielmehr wurde der Strom von den umliegenden Großkraftwerken eingespeist und das eigene galt nur als Unterstützungswerk, wenn es von Nöten war und wurde 1929 wieder vom Netz komplett genommen.

In den Kriegsjahren wechselten die Besitzer bis 1950, kurz darauf wurde durch die UdSSR teile des Kraftwerks und des Stromnetzes demontiert und viele Ortsbereiche und Gegenden vom Strom abgestellt. Die übrig gebliebene Schaltzentrale hatte noch bis in den 70er Jahren die Stromverteilung einzelner Straßen und Ortsteile geschalten, doch dann wurde das Netz von 6KV auf 20 KiloVolt umgestellt, was die Schaltung der Elbtalzentrale unbrauchbar machen ließ. Genutzt wurde das Schalthaus bis 1998 als Lager, zuerst eines VEB Kombinats und später als Fuhrpark und anschließend als Baumateriallager einer Baufirma. Was Aktuell mit dem Areal geschieht, kann ich leider nicht sagen, aber versuche es herauszufinden.

 

Das ist eine Stichpunktartige Zusammenfassung von dem Werk: „Umnutzung des E-Werks ELBTALZENTRALE Pirna“ von Falk Jurkiewicz

Seine gesamte Arbeit ist unter diesem Link zu sehen:

http://www.elementar-architektur.de/Buchtext.pdf

zur Galerie:

elbtalzentrale