DVB Straßenbahnhof Dresden-Mickten

Der Straßenbahnhof wurde 1897 in Dresden-Mickten erbaut, er Bestand aus einem Verwaltungsgebäude und mehreren Fahrzeughallen und Werkstätten. Es wurden damals die Dresdner Straßenbahn und die Züge der Lößnitzbahn dort unter gestellt. Diese hatten allerdings zwei unterschiedliche Spurweiten, Dresdner Straßenbahnen fuhren auf 1450 mm hingegen die Lößnitzbahn auf einer mit nur einem Meter. Das hieß, die Personen die von der Richtung Radebeul kamen, mussten in Mickten auf die Dresdner Straßenbahn umsteigen. Das Maß von 1450 mm kam aus der Zeit als es in Dresden die erste Personenbeförderungsmittel als Pferdeomnibuse gab, die auch die Spurweite ihrer Waagenachsen vorgaben.

Die zwei verschiedenen Bahnarten wurden mittels zwei vor den Hallen gebauten Schiebebühnen vor ihre Abstellhallen geschoben. Ähnlich wie ein Drehscheibe.

Eine erste Vergrößerung des Betriebshofes war schon im Jahr 1914 und gab Platz für 84 Trieb- und 69 Beiwagen. 1927 übernahm die Dresdner Überland- Verkehrs-Gesellschaft mbh die Lößnitzbahn und erweiterte ab 1928 das 1450 mm Spurnetz bis nach Meißen.

Dafür waren dann auch die Werkshallen mit den metrischen Gleisen unnütz und wurden als Werkstatt für Busse und LKW umgenutzt.

In den 70er Jahren kam ein neues Problem, mit der Einführung der Straßenbahn Tatra T4D waren jetzt die Schiebebühnen vor den Hallen zu klein, weil die Achsabstände der Bahnen sich vergößert hat. Somit war die Anlage nur noch für die Wartung der Busse und LKW und als Abstellgleis für ältere und Sonderzüge geignet. 1992 wurde der Betriebshof ausgemustert und geschlossen.

Er stand seit 1992 leer und wurde von einem Investor 2009 gekauft und zum neuen Leben erweckt, Die zwei größten Waagenhallen und einige kleinere Teile des Areals wurde in das neue Konzept Integriert, heute befindet sich eine große Einkaufspassage mit vielen Läden drin.

zur Galerie

dvb-betriebshof-mickten

Werbeanzeigen