Baumwollspinnerei ERBA Gaustadt

Baumwollindustrie Erlangen-Bamberg, war eine Aktiengesellschaft aus mehreren Spinnereien und Webereien. 1964 wurde diese AG zu ERBA umbenannt.

Das Werk in hier, war das in Bamberg-Gaustadt. Der Standort war gut gewählt, denn die Regnitz hatte zwischen Gaustadt und Bamberg ein sehr starkes Gefälle und bot eine hohe Energieausbeute, die der Betrieb für geplante 52.000 Spindeln und 750 Webstühlen brauchte.

Die Gründung war im Jahr 1856 und Inbetriebnahme 1858, doch es gab Arbeitermangel. Überwiegend Frauen wurden für die Produktion benötigt, aber es war noch nicht die Zeit, das Frauen Lohnabhängig waren und somit wurde der volle Betrieb mit den 750 Webstühlen erst 1860 aufgenommen. Ein Jahr später musste man schon mit einer industriellen Weiterentwicklung vorlieb nehmen, denn es wurde eine Dampfmaschine angeschafft, weil der Fluss durch die Gezeiten teilweise Betriebsausfälle bescherte. Aber durch diese Anschaffung konnte man die Produktion steigern, es wurden weitere 16.000 Spindeln und 250 Webstühle angeschafft.

Für die Angestellten wurden Arbeitersiedlungen errichtet, es gab eine Sport- und Freizeithalle, eine eigene Kantine und ein Badehaus was von den Werksangehörigen Wöchentlich genutzt wurde.

Die Firma wuchs trotz einiger Rückschläge sehr gut und nachte sich Prächtig, zu ihrer Blütezeit in den 1970ern tauchte ein gewisser Ansbacher Bauunternehmer J. N. Glöggler auch unter „Hans Glöggler“ bekannt. Er kaufte einen großen Teil der in Bayern ansässigen Textilindustrien auf unter anderem auch die Gaustadter Spinnerei. Er verpfändete die Betriebe an große Banken um an noch mehr Geld zu kommen und sein Imperium zu vergrößern, das lief auch eine Zeit lang sehr gut, doch als er ein Aktienpaket der Baufirma Philipp Holzmann über 30% kaufte und es gewinnbringend an Ölscheichs weiter verkaufen wollte, was Ihm aber nicht gelang. Brach sein ganzes Konzept zusammen und er ging sozusagen Bankrott. Die Textilbetriebe gingen alle in eine Treuhand und der bayerische Staat übernahm für die Betriebe die Bürgschaft. Das lief dann in Gaustadt noch bis 1993, ab da meldete der Konzern Konkurs an.

Die Firma wurde ab 1994 zur Industriebrache, Anfang der 2000er wurde eine Riesige Halle mit Sheddach abgerissen, die wir leider nicht mehr erleben konnten. Unser erster Besuch war 2007, die Bilder hier stammen von 2008. 2012 Wurde auf dem Gelände die Landesgartenschau abgehalten, dafür wurden einige Abrissarbeiten und viele Sanierungen vorgenommen. So ist auch das haupt Fabrikgebäude erhalten geblieben und dient jetzt als Studierendenwohnheim. Das große freie Grundstück wird als Parkanlage genutzt und gepflegt.

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